Kirchgandern hat seinen Namen von der Siedlung Gandaraha. "Ganter" bedeutet Gänserich und weist auf den von Norden nach Süden verlaufenden Gänsebach hin. "Aha" bedeutet Wasser. Die Vorsilbe Kirch kann von der frühzeitigen Errichtung einer Kirche (urkundlich im Jahre 1300) oder weil die Kirchgänder Kirche die Hauptkirche des Bannes war.
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1118 |
erstmalige urkundliche Erwähnung |
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1127 |
Bestätigung der Erwähnung in der "Mainzer Heberolle" |
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um 1300 |
Bau der Kirche von Otto dem Quanden |
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1308 |
Der Name Kirchgandern (Cherchandera) taucht erstmals auf. |
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1376 |
Datierung am Kirchgänder Taufstein |
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1392 |
Zerstörung der Kirche von Otto den Quanden von Braunschweig (auch wütender Hund genannt), er kam in den Kirchenbann und wurde gezwungen, die Kirche neu aufzubauen. Der Löwe als Wappen von Braunschweig weist an der Nordseite der Kirche auf dieses Ereignis hin. |
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um 1590 |
Bau des ehemaligen Steuernhauses (alte Meierei) |
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12.07.1623 |
Christian von Braunschweig überfiel Kirchgandern unerwartet morgens zwischen 6 und 7 Uhr und brandschatzte es. Auch die Kirche wurde verwüstet. |
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1625 |
Viele Bewohner starben durch die Pest. |
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1631 |
Die Hessen belagerten den Rusteberg und die Bewohner mussten hohe Kriegslasten zahlen. |
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1633 |
In Kirchgandern waren nur noch 34 Herdstätten bewohnt, weitere 12 waren verlassen. Zu dieser Zeit war auch der Raub unserer Kirchenglocken durch hessische Horden. Durch einen Jäger wurden die Diebe bei Besenhausen in die Flucht gejagt, die dabei eine Glocke verlohren, die wieder nach Kirchgandern kam. |
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1673 |
Einwohnerzahl sank auf 169 |
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1691 |
Datierung des Altares |
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1686 |
Restauration der Kirche |
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1692 |
Kirchweihe durch Weihbischof Joh. Daniel Gudenus, Erfurt |
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1730 |
Bau des Kirchturms finanziert durch Verkauf der Baugrundstücke um die Kirche |
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um 1743 |
An den Gemarkungsgrenzen wurden Grenzsteine gsetzt. |
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25.05.1852 |
Einweihung des 1850 gebauten Kreuzweges mit Kapelle, (Kirchgandern wurde 1850 vollständig von der in den Nachbardörfern umgehenden Cholera verschont. Aus Dankbarkeit machte der damalige Pfarrer Werner Backhaus mit der Gemeinde das Gelübde, im Freien einen Stationsweg und eine Kapelle zu errichten.) |
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1863/64 |
Bau der ersten Schule neben dem Pfarrhaus. |
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1874 |
Guss zweier Glocken aus der alten gerissenen durch den Glockengießer Gabel aus Freienhagen. |
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1875/76 |
Bau einer neuen Schule |
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1890 |
Bau des Nagelwerkes |
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1897 |
Plan des Erweiterungsbaus der Kirche, der 1930/31 umgesetzt wurde |
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08.08.1926 |
Einweihung des Kriegerdenkmals (geplant schon 1919) |
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1928 |
Der Kreuzweg und die Kapelle wurden restauriert und am 15.09.1929 eingeweiht. |
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1933 |
Einweihung der neuen Kirche durch Weihbischof Legge aus Meißen. |
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1936 |
Erweiterungsbau der Schule |
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17.03.1942 |
Ablieferung der letzten und größten Glocke für Kriegszwecke |
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08.04.1945 |
Die Amerikaner zogen in Kirchgandern ein. Am 06.07.1945 kamen die russischen Truppen und Kirchgandern wurde Grenzdorf. |
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1949 |
Gründung der DDR, welche die Flucht vieler Menschen in den Westen brachte. |
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18.05.1952 |
Einweihung der drei neuen Glocken durch Rektor Göller aus Heiligenstadt. |
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26.05.1952 |
Durch eine neue Polizeiverordnung wurden Kirche und Gaststätten für mehrere Jahre geschlossen und ein Schlagbaum wurde am Ortseingang errichtet. |
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1958 |
Gründung der LPG "Frohe Zukunft" Typ I. |
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09.11.1989 |
Die Öffnung der Mauer brachte auch die Öffnung der Grenzen in unserer Region mit sich, in Hohengandern am 12. November und bei uns am 18. November. |
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Nov.1991 |
Eröffnung der Kegelbahn im Dorfgemeinschaftshaus durch Bürgermeister Werner Nolte |
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22.07.1991 |
Einweihung der neu errichteten Kapelle durch Weihbischof Dr. Hans Reinhard Koch |
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1991 |
Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit Kegelbahn |
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27.06.1992 |
Grenzabgang der Flurgrenzen, der alle 10 Jahre durchgeführt wird. |
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1992 |
Wiederaufleben des gemischten Gesangvereins, der 1886 als Kirchenchor gegründet wurde. |
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1993 |
Gründung des Hundesportvereins. |
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22.04.1994 |
Einweihungsfeier des Saales mit Küche im Dorfgemeinschaftshaus durch Bürgermeister Werner Nolte, Ortspfarrer Leo Fischer und Landrat Dr. Werner Henning |
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1994 |
Im September begann der Abriss des gesamten Nagelwerkes. |
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23.04.1995 |
Einweihung des Kinderspielplatzes, der neben der Kleinsportanlage mit Fußball-, Volleyball- und Tischtennisplatz errichtet wurde. |
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03.10.1995 |
Einweihung der Merten-Jäger-Friedensglocke durch den Vorsitzenden des Förderkreises Merten Jäger, Willi Siegert, Bürgermeister aus Helsa, Uwe Schmidt, Pfarrer Leo Fischer und Ortsbürgermeister August Herwig |
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28.07.1996 |
Einweihung des wiedererrichteten Kreuzweges |
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1997 |
Bau des Feuerwehrhauses, Einweihung am 31.05.1997 |